Gerade in Deutschland und Europa werden Hunde gerne als Haustiere gehalten. Sie sind in die Familie integriert und gehen
mit ihren Menschen durch den Alltag. Doch nicht immer ist es so, oftmals nutzen die Menschen ihre Macht über die Hunde aus,
die aufgrund deren treuen und bedingungslosen Freundschaft gegeben ist. Vernachlässigung und Gewalt sind die häufigsten
Ursachen und der Grund, warum Tierschutz bei Hunden ein Thema ist - auch in Deutschland. Die Hunde werden eingesperrt, nicht
richtig gefüttert, bekommen nicht ausreichend Auslauf, werden geschlagen und erhalten eine unzulängliche medizinische Versorgung.
Sie verwahrlosen, seelisch wie auch körperlich, und werden sie aus ihrer Lage befreit, haben sie oftmals ein Leben lang mit
den Folgen zu kämpfen. Doch das Vernachlässigen und die nicht artgerechte Haltung von Hunden muss sich nicht unbedingt so klar
äußern. Oftmals geschieht sie unbewusst und auch unbeabsichtigt. Es ist vielleicht vergleichbar mit der Erziehung von Kindern:
Kommt man nicht mehr weiter, so wird resigniert oder wahllos bestraft. Doch es gibt auch das Gegenteil (auch hier eine Parallele
zu Kindern): Der Hund wird zugeschüttet mit Liebe, mit Leckerlis, Lob und er wird betütelt. Auch dies ist in einem Übermaß nicht
artgerecht, weil sie dem Hund die Luft zum atmen nimmt, seinen Freiraum.
In Deutschland ist der Tierschutz gut aufgestellt. In Tierheimen werden herrenlose, ausgestoßene, beschlagnahmte und misshandelte
Tiere aufgenommen, und ggf. aufgepeppelt und weiter vermittelt. Die Tierheime werden zum einen von der Stadt / Gemeinde finanziert,
sind aber auch auf die Vermittlung von Tieren und auch auf Spenden angewiesen. In der Regel steht hinter einem Tierheim auch ein
Tierschutzverein, und die Mitgliedsbeiträge und freiwillige Mithilfe der Vereinsmitglieder sind ein wichtiger Bestandteil. In anderen
Ländern funktioniert das nicht ganz so gut. Gerade in Südeuropa, aber auch in den USA nehmen die staatlichen Tierheime zwar Hunde auf,
wenn diese in kurzer Zeit jedoch nicht weiter vermittelt werden können, werden sie in der Regel vor Ort getötet. Tierheime wie wir
sie kennen befinden sich zumeist in privater Hand und sind ganz und gar von freiwilligen Helfern und Spenden abhängig. Tierheime
in Süd- und Osteuropa finden beispielsweise große Unterstützung in Deutschland. Sie vermitteln Tiere nach Deutschland, und finden
hier auch finanzielle Unterstützung. Dabei ist diese Art des Tierschutzes durchaus umstritten, weil Hunde importiert werden die vielleicht
auch Krankheiten mit ins Land bringen. Ausserdem wird kritisiert, dass sich bereits genügend Hunde in Deutschlands Tierheimen befinden,
die auf ein neues Zuhause warten.
Nicht nur staatliche und private Tierheime sind in Deutschland im Tierschutz aktiv. Auch private Tierschutzorganisationen und
Behörden kümmern sich um das Wohl der Tiere. Das Veterniäramt eines jeden Landkreises ist erster Ansprechpartner, wenn es um den
Verdacht der nicht artgerechten Tierhaltung geht. Er ist dazu verpflichtet, jedem Verdacht nachzugehen und prüft zu Zustände vor Ort.
Werden allzu gravierende Missstände angetroffen, werden die betroffenen Tiere / Hunde aus dem Haushalt entfernt, und ins Tierheim
gebracht. Dort wird der Hund tierärztlich versorgt und wenn nötig wieder aufgepeppelt und an Menschen und andere Tiere gewöhnt,
mit dem Ziel einer Vermittlung in eine neue Familie und in ein besseres Leben.