Schutzhunde, Diensthunde & Co.

Gestatten, mein Name ist Carlo. Ich bin stolze zehn Jahre alt, ein bildhübscher Schäferhund und blicke auf ein abwechslungsreiches Berufsleben zurück. Allerdings hat meine Mutter nie verraten, wer mein Vater wirklich war. Meine Nase ist etwas zu spitz, mein Fell etwas zu lang und mein Brustkorb zu ausgeprägt, um als reinrassig durchzugehen. Das schmälert jedoch nicht meine Fähigkeiten.

Als Jungspund sollte ich als Blindenführhund ausgebildet werden. Ich stellte mich gar nicht so schlecht an. Die Ausübung dieses Berufs scheiterte leider daran, dass ich ständig Rechts und Links verwechselte und wohl eine Rot-Grün-Schwäche hatte. Bevor ich größeren Schaden anrichten konnte, wurde ich als Diensthund an die Polizei vermittelt. Nach einer kurzzeitigen Karriere als Drogenspürhund bewachte ich mit meinem menschlichen Partner Stadien und sorgte für Respekt und Ordnung. Wir waren ein echt gutes Team.

Meine Schwester, so habe ich gehört, hilft einem zuckerkranken Jungen. Sie hat eine viel bessere Nase als ich und bewahrte das Kind mehrfach vor einem gefährlichen Zuckerschock. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Zwei meiner Brüder bewachen die Lagerräume einer großen Firma und konnten bereits zahlreiche Einbrüche verhindern, bei denen es die Diebe auf hochwertiges Elektrowerkzeug für Handwerker abgesehen hatten. Wir treffen uns regelmäßig auf dem Hundesportplatz und tauschen Neuigkeiten aus.

Mit acht Jahren quittierte ich den Dienst bei der Polizeihundestaffel und begleitete meinen Herrn auf seinen Ausflügen. Er ist passionierter Hobby-Angler und Jäger. Anfangs war ich aufmerksam und ruhig und ihm eine große Hilfe. Doch zuletzt machte es mir mehr Spaß, selbst zu jagen. Ich scheuchte Fische und Wild auf und Herrchen versuchte, sie wieder einzufangen, was ihm nie gelang. Kein Wunder – bei dem Krach den er machte. Seitdem darf ich sein Haus beschützen, ihm die Zeitung bringen und beim Einkaufen helfen.

Seit ich im Ruhestand bin, wurde meine Ernährung abwechslungsreicher. Früher bekam ich ausschließlich Trockenfutter. Das schmeckte und enthielt alles, was ein waschechter Diensthund benötigt. Doch nichts geht über richtiges Fleisch. Jetzt wird zweimal in der Woche für mich gekocht: Rindfleisch und Huhn. Mein Herrchen versteckt Haferflocken, Erbsen und geraspelte Möhrenstreifen, die ich jedoch immer erspüre und aussortiere. Mein Geruchssinn funktioniert nach wie vor recht gut. Oh, ich muss weg – es gibt Essen.

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